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Die Staatsstraße 2240 – Fluch und Segen für die Gemeinde Berg – Sperrung in Berg und Gnadenberg wird jetzt vollzogen – Ortsumgehung Berg eine Notwendigkeit

Zur Zeit wird die Sperrung der Ortsdurchfahrt von Berg und Gnadenberg beschildert und damit vollzogen. Am kommenden Montag erfolgt voraussichtlich die entsprechende Hinweisbeschilderung auf der A3. Im Stadtbereich der Berger Nachbarkommune Altdorf ist die Hinweisbeschilderung für die veränderte Verkehrsregelung zwischen Gnadenberg und Neumarkt bereits vorhanden.

Ortsdurchfahrt Berg: Der Durchgangsverkehr in Berg für Lkw mit einer zulässigen Gesamtmasse ab 12 Tonnen wird untersagt. Vom Verkehrsverbot für LKW über 12 t ist nur der Güterverkehr betroffen, der Ziele außerhalb eines Umkreises von 75 Kilometer ansteuert. Der Anlieger- und Regionalverkehr bleibt verschont, sodass die Anordnungen den Grundsätzen der Verhältnismäßigkeit entsprechen.

Ortsdurchfahrt Gnadenberg: Es wird ein Verkehrsverbot für Lkw mit mehr als 3,5 Tonnen Gesamtmasse ohne Ausnahmen für den Regionalverkehr erlassen. Der Anlieferverkehr ist selbstverständlich in Gnadenberg auch weiterhin möglich.

So hat es das Landratsamt Neumarkt als zuständige Verkehrsbehörde bereits am 10. April 2018 nach einem entsprechenden Antrag mit Begründung von Bürgermeister Helmut Himmler mit Schreiben vom 13. September 2017 entschieden und angeordnet. Himmler hatte in Schreiben an die Regierung der Oberpfalz, das Staatliche Bauamt sowie an das Landratsamt Neumarkt die Sperrung der Staatsstraße zwischen Altdorf und Neumarkt für den Schwerlastverkehr ab 12 Tonnen mit Ausnahme des sog. Ziel- und Quellverkehrs beantragt

Im Jahr 2015 hatte Berg bei der letzten Verkehrszählung an der Staatsstraße/Ortsdurchfahrt mit 12.300 Kfz/24 h eine extrem frequentierte Hauptverkehrsader. Das Einbiegen in die Ortsdurchfahrt Berg sei nach Aussagen des stellvertretenden Landrats in Stoßzeigen ein unkalkulierbares Abenteuer. Die rund 600 Lkw pro Tag bedeuten ein permanentes Gefahrenpotential für sämtliche Verkehrsteilnehmer – auch für zahlreiche Kinder, die auf dem Weg zur Schule oder auf dem Heimweg sind. Die völlig unakzeptablen Verkehrsverhältnisse in Gnadenberg bei Unfällen auf der A3 und in Folge des umgeleiteten Verkehrs seien gemeinhin bekannt – chaotisch und nicht länger hinnehmbar. Daher die Sperrung für den überregionalen Schwerlastverkehr ab 12 Tonnen Gesamtgewicht Berg bzw. 3,5 Tonnen in Gnadenberg.

Himmler dankt insbesondere der Regierung der Oberpfalz für die rechtliche und tatsächliche Unterstützung seiner Anliegen.

Das Bundesverwaltungsgericht hat in einer Grundsatzentscheidung festgelegt, dass Verkehrslärmbelastungen über 70 Dezibel (A) tags und 60 Dezibel (A) nachts von den Anwohnern bei gleichzeitig nachgewiesenem Mautumgehungsverkehr nicht mehr hingenommen werden müssen. Diese Bedingungen liegen bei der Ortsdurchfahrt Berg vor. In Gnadenberg mit den historischen Ortstoren in Verbindung mit den äußerst beengten Verhältnissen der Ortsdurchfahrt müssen die Anwohner die dementsprechenden Belastungen ebenfalls nicht mehr hinnehmen. Jeder Mensch habe schließlich das Recht auf ein Mindestmaß an Lebensqualität. Das Recht auf Gesundheits- und Gefahrenschutz sei eindeutig höher zu gewichten als der zumutbare Verkehr über die parallel verlaufende Autobahn Altdorf – Oberölsbach – Neumarkt.

Ortsumgehung Gnadenberg vermeiden

Für die strikte Regulierung für Gnadenberg weist Bürgermeister Himmler noch auf einen anderen bedeutenden Begründungszusammenhang hin. Durch die künftige Sperrung der Ortsdurchfahrt von Gnadenberg für Fahrzeuge mit Tonnagen größer als 3,5 Tonnen werde die Verkehrsbelastung von Gnadenberg erheblich abnehmen, so dass voraussichtlich eine Ortsumgehungsstraße Gnadenberg im Schwarzachtal vermieden werden kann. Dieser Landverbrauch mit dem bei einem weiteren Straßenbauprojekt unvermeidlichen Eingriff ins landschaftlich und ökologisch wertvolle Tal der Schwarzach wäre kaum zu rechtfertigen.

Ortsumgehung Berg bleibt Notwendigkeit

Die Belastungen und das Gefahrenpotential werde entlang der Staatsstraße zwischen Gnadenberg und Neumarkt sinken, die summarische Verkehrsbelastung in Berg bleibe nach Einschätzung des Gemeindeoberhaupts aber extrem hoch und nicht vertretbar. Selbst nach Fertigstellung der Ortsumgehung Berg müsse man bei einem für 2030 prognostizierten Verkehr von rund 14.000 Fahrzeugen pro Tag davon ausgehen, dass etwa die Hälfte dieses Verkehrs als Ziel- und Quellverkehr in Berg verbleibt. Dies ist und bleibt extrem viel und bedeutet eine zu hohe Belastung mit Verkehrslärm, Feinstaub und Stockstoffoxid (NO2). Himmler dazu: „Zur Ortsumgehungsstraße Berg gibt es vor diesem Hintergrund keine verantwortbare Alternative. Sie muss und wird kommen!“

 

 

 

Handy am Steuer: 100 Euro!

Wer im Auto telefoniert oder sein Tablet oder Navi benutzt, wird künftig härter bestraft.
Höhere Bußgelder, Punkte und Fahrverbote gibt es auch für Rettungsgassen-Verweigerer.

Handy: Das Bußgeld für Telefonieren am Steuer steigt von 60 auf 100 €. Wie bisher gibt es obendrauf einen Punkt in Flensburg. Neu: Wer andere gefährdet, etwa weil er mit Handy am Ohr Schlangenlinien fährt, zahlt 150 €. Bei Sachbeschädigung sind es sogar 200 €. Dazu kommen je zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot. Zur Erinnerung: Bei acht Punkten ist der Führerschein weg! Erlaubt ist die Benutzung von Geräten, die fest eingebaut, in einer Haltung stecken, oder die per Sprachsteuerung bedient
werden. Der Griff zum Mobiltelefon ist in Zukunft nur noch gestattet, wenn der Motor richtig aus ist. Das Abschalten durch die Start-Stopp-Automatik im Stau oder vor roten Ampeln genügt nicht. Hier hatten zuletzt einige Gerichte Telefonieren gestattet. Teurer wird es auch für Radfahrer mit Handy in der Hand: Das Bußgeld steigt von 25 auf 55 €.

Tablet & Co.: Der Gesetzgeber schränkt – wie bisher schon bei Mobiltelefonen – jetzt auch die Nutzung anderer elektronischer Geräte ein: Tablet oder Navi dürfen während der Fahrt nicht mehr in der Hand gehalten werden. Egal, ob fest installiert oder auf dem Beifahrersitz liegend: Mehr als ein kurzer Blick auf das Gerät ist zur Bedienung nicht erlaubt. Wie beim Handy drohen Bußgelder von 100 € aufwärts, Punkte und Fahrverbote.

 

Für Rettungsgassen-Verweigerer wird das Bußgeld sogar verzehnfacht!

Rettungsgasse: Wer im Stau auf Autobahnen oder Außerortsstraßen mit mindestens zwei Fahrtstreifen je Richtung keine Rettungsgasse bildet, zahlt heute 20 € Bußgeld. Künftig sind es 200 € und zwei Punkte. Bei Behinderung, Gefährdung, Sachbeschädigung, werden bis zu 320 € und ein Monat Fahrverbot fällig.

 

 

Neues „Alpine“-Symbol wird Pflicht

Wer jetzt Winterreifen kauft, sollte nicht nur auf Qualität, individuelle Fahreigenschaften und den Preis achten, sondern auch auf das sogenannte „Alpine“-Symbol.

Das dreigezackte Bergpiktogramm mit der Schneeflocke in der Mitte ist Pflicht für alle Winterreifen, die ab 1. Januar 2018 hergestellt werden. Das bisherige M+S-Zeichen reicht dann für neu produzierte Winterreifen nicht mehr aus. Übergangsweise (bis 30. September 2024) erfüllen jedoch bereits hergestellte Reifen mit M+S-Kennzeichnung noch die Winterreifenpflicht. Verbraucher müssen ihre bereits vorhandenen Winterreifen nicht sofort ersetzen.

 

 

Rad fahrende Kinder dürfen nunmehr auf dem Gehweg von einer geeigneten Aufsichtsperson auch auf dem Rad begleitet werden