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Handy am Steuer: 100 Euro!

Wer im Auto telefoniert oder sein Tablet oder Navi benutzt, wird künftig härter bestraft.
Höhere Bußgelder, Punkte und Fahrverbote gibt es auch für Rettungsgassen-Verweigerer.

Handy: Das Bußgeld für Telefonieren am Steuer steigt von 60 auf 100 €. Wie bisher gibt es obendrauf einen Punkt in Flensburg. Neu: Wer andere gefährdet, etwa weil er mit Handy am Ohr Schlangenlinien fährt, zahlt 150 €. Bei Sachbeschädigung sind es sogar 200 €. Dazu kommen je zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot. Zur Erinnerung: Bei acht Punkten ist der Führerschein weg! Erlaubt ist die Benutzung von Geräten, die fest eingebaut, in einer Haltung stecken, oder die per Sprachsteuerung bedient
werden. Der Griff zum Mobiltelefon ist in Zukunft nur noch gestattet, wenn der Motor richtig aus ist. Das Abschalten durch die Start-Stopp-Automatik im Stau oder vor roten Ampeln genügt nicht. Hier hatten zuletzt einige Gerichte Telefonieren gestattet. Teurer wird es auch für Radfahrer mit Handy in der Hand: Das Bußgeld steigt von 25 auf 55 €.

Tablet & Co.: Der Gesetzgeber schränkt – wie bisher schon bei Mobiltelefonen – jetzt auch die Nutzung anderer elektronischer Geräte ein: Tablet oder Navi dürfen während der Fahrt nicht mehr in der Hand gehalten werden. Egal, ob fest installiert oder auf dem Beifahrersitz liegend: Mehr als ein kurzer Blick auf das Gerät ist zur Bedienung nicht erlaubt. Wie beim Handy drohen Bußgelder von 100 € aufwärts, Punkte und Fahrverbote.

 

Für Rettungsgassen-Verweigerer wird das Bußgeld sogar verzehnfacht!

Rettungsgasse: Wer im Stau auf Autobahnen oder Außerortsstraßen mit mindestens zwei Fahrtstreifen je Richtung keine Rettungsgasse bildet, zahlt heute 20 € Bußgeld. Künftig sind es 200 € und zwei Punkte. Bei Behinderung, Gefährdung, Sachbeschädigung, werden bis zu 320 € und ein Monat Fahrverbot fällig.

 

 

Neues „Alpine“-Symbol wird Pflicht

Wer jetzt Winterreifen kauft, sollte nicht nur auf Qualität, individuelle Fahreigenschaften und den Preis achten, sondern auch auf das sogenannte „Alpine“-Symbol.

Das dreigezackte Bergpiktogramm mit der Schneeflocke in der Mitte ist Pflicht für alle Winterreifen, die ab 1. Januar 2018 hergestellt werden. Das bisherige M+S-Zeichen reicht dann für neu produzierte Winterreifen nicht mehr aus. Übergangsweise (bis 30. September 2024) erfüllen jedoch bereits hergestellte Reifen mit M+S-Kennzeichnung noch die Winterreifenpflicht. Verbraucher müssen ihre bereits vorhandenen Winterreifen nicht sofort ersetzen.

 

 

Rad fahrende Kinder dürfen nunmehr auf dem Gehweg von einer geeigneten Aufsichtsperson auch auf dem Rad begleitet werden